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Notgroschen: Wie viel Sie brauchen und wo Sie ihn aufbewahren

Ein Notgroschen ist Geld, das gezielt für Unvorhergesehenes zurückgelegt wird — Jobverlust, eine dringende Reparatur, eine medizinische Ausgabe, die nicht von der Krankenversicherung übernommen wird —, damit Sie im Ernstfall nicht auf teure Kredite zurückgreifen müssen.

Wie viel sollten Sie sparen?

Eine gängige Orientierung sind 3 bis 6 Monatsausgaben — nicht Ihr volles Einkommen, sondern das, was Sie für Miete oder Kreditrate, Lebensmittel, Nebenkosten, Mobilität, Versicherungen und Mindestraten für bestehende Schulden benötigen. Bei Selbstständigkeit oder schwankendem Einkommen empfiehlt sich eher der obere Bereich, 6 bis 12 Monate.

Nutzen Sie den Notgroschen-Rechner auf dieser Seite, um aus Ihren eigenen monatlichen Ausgaben ein konkretes Sparziel mit Zeitplan zu machen.

Wo Sie ihn aufbewahren sollten: Einlagensicherung

Bewahren Sie Ihren Notgroschen liquide und risikoarm auf — ein Tagesgeldkonto ist dafür die Standardwahl, da Sie jederzeit ohne Nachteile darauf zugreifen können müssen. Einlagen bei Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt — unabhängig von der Anzahl der Konten. Risikoreichere Anlagen wie Aktien eignen sich nicht für den Notgroschen, da ihr Wert genau dann fallen kann, wenn Sie das Geld brauchen.

Warum ein Notgroschen trotz Arbeitslosengeld I wichtig bleibt

Arbeitslosengeld I kann einen Teil Ihres Einkommens bei Jobverlust ersetzen, deckt aber nur einen Teil Ihres früheren Nettogehalts ab (üblicherweise 60% bzw. 67% mit Kind) und setzt eine vorherige Beitragszeit in der Arbeitslosenversicherung voraus — Selbstständige und Beamte sind in der Regel nicht abgesichert. Zudem vergeht Zeit bis zur ersten Zahlung. Ihr Notgroschen muss diese Lücke überbrücken, nicht davon ausgehen, dass Unterstützung sofort und in voller Höhe ankommt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Geld sollte in meinem Notgroschen in Deutschland sein?
Eine gängige Orientierung sind 3 bis 6 Monatsausgaben. Bei schwankendem Einkommen oder Selbstständigkeit empfiehlt sich eher der Bereich von 6 bis 12 Monaten.
Ist mein Notgroschen geschützt, falls die Bank insolvent wird?
Einlagen bei Banken mit gesetzlicher Einlagensicherung sind bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt — das deckt ein normales Tagesgeldkonto mit Ihrem Notgroschen ab.
Ersetzt Arbeitslosengeld I den Bedarf an einem Notgroschen?
Nein. Arbeitslosengeld I deckt üblicherweise nur 60% bzw. 67% (mit Kind) des früheren Nettogehalts ab, setzt vorherige Beitragszeit voraus und braucht Zeit bis zur ersten Auszahlung — Ihr Notgroschen muss diese Lücke schließen.
Wo sollte ich meinen Notgroschen aufbewahren?
Auf einem liquiden, risikoarmen Konto — ein Tagesgeldkonto ist die Standardwahl, geschützt im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung. Vermeiden Sie Aktien oder andere Anlagen, die genau dann an Wert verlieren können, wenn Sie das Geld brauchen.

Informativer Inhalt, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie Beträge, Grenzwerte und aktuelle Bedingungen direkt bei offiziellen Quellen (BaFin, Deutsche Rentenversicherung, Bundesagentur für Arbeit), bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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