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Freiwillige Altersvorsorge: Gesetzliche Rente, bAV, Riester und Rürup im Vergleich

Deutschland bietet mehrere Wege, um für den Ruhestand vorzusorgen — die gesetzliche Rente als Basis, dazu freiwillige Ergänzungen wie bAV, Riester- und Rürup-Rente, jeweils mit eigenen Regeln zu Förderung, Zugang und Flexibilität.

Gesetzliche Rentenversicherung als Basis

Angestellte zahlen verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung ein, aktuell mit einem Beitragssatz von 18,6%, je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen. Die Höhe der späteren Rente hängt von Ihrer individuellen Beitragshistorie ab, nicht von einem festen Betrag — Ihre voraussichtliche Rente können Sie Ihrer jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung entnehmen.

Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

Bei der bAV zahlen Sie (oft mit einem gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15% bei Entgeltumwandlung) Beiträge aus Ihrem Bruttogehalt in eine betriebliche Vorsorge ein — das senkt Ihre Steuer- und Sozialabgabenlast in der Ansparphase, die spätere Rente wird dafür regulär versteuert und ist meist kranken- und pflegeversicherungspflichtig. Ein Arbeitgeberzuschuss macht die bAV häufig zu einer der günstigsten Formen zusätzlicher Vorsorge.

Riester- und Rürup-Rente: Unterschiedliche Zielgruppen

Die Riester-Rente arbeitet mit staatlichen Zulagen (besonders vorteilhaft für Angestellte mit Kindern) statt reinem Steuervorteil. Die Rürup-Rente (Basisrente) funktioniert umgekehrt: keine Zulagen, aber ein hoher steuerlicher Sonderausgabenabzug — für 2026 sind Altersvorsorgeaufwendungen bis zu 30.826 € (Einzelveranlagung) bzw. 61.652 € (Zusammenveranlagung) absetzbar, wobei Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung auf diesen Höchstbetrag angerechnet werden. Die Rürup-Rente richtet sich damit vor allem an Selbstständige und Gutverdienende ohne Zugang zu Riester-Zulagen.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung?
Aktuell 18,6% des Bruttogehalts, je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen.
Was ist der Unterschied zwischen bAV und Rürup-Rente?
Die bAV läuft über den Arbeitgeber (oft mit gesetzlichem Zuschuss) und senkt Steuer- und Sozialabgaben in der Ansparphase. Die Rürup-Rente (Basisrente) ist unabhängig vom Arbeitgeber, bietet einen hohen Sonderausgabenabzug und richtet sich vor allem an Selbstständige und Gutverdienende.
Für wen lohnt sich die Riester-Rente besonders?
Vor allem für Angestellte mit Kindern, da die staatlichen Zulagen (nicht ein reiner Steuervorteil wie bei der Rürup-Rente) den größten Teil des Vorteils ausmachen.
Sollte ich gesetzliche Rente, bAV oder private Geldanlage priorisieren?
Bietet der Arbeitgeber einen bAV-Zuschuss an, ist das oft der günstigste erste Schritt. Danach lohnt sich eine individuelle Abwägung zwischen Riester-/Rürup-Rente (mit staatlicher Förderung, aber gebundenem Geld) und einem flexibleren ETF-Sparplan außerhalb der Altersvorsorge.

Informativer Inhalt, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie Beträge, Grenzwerte und aktuelle Bedingungen direkt bei offiziellen Quellen (BaFin, Deutsche Rentenversicherung, Bundesagentur für Arbeit), bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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