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Kaufen oder Mieten: Wie Sie entscheiden, was zu Ihnen passt

Eine Immobilie zu kaufen ist nicht automatisch die „finanziell klügere“ Wahl, und Mieten ist nicht automatisch „Geld zum Fenster hinauswerfen“ — die richtige Antwort hängt von Ihren Zahlen, Ihrem Zeithorizont und Ihren Lebensumständen ab.

Die tatsächlichen Kaufkosten gehen über die Darlehensrate hinaus

Ein Kauf umfasst Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, gegebenenfalls Maklerprovision sowie Umzugskosten — oft 7-15% des Kaufpreises, bevor überhaupt die erste Darlehensrate fällig wird. Siehe den Baufinanzierungs-Artikel auf dieser Seite für eine vollständige Aufschlüsselung.

Der Break-even-Punkt hängt davon ab, wie lange Sie bleiben

Ein Kauf lohnt sich finanziell tendenziell mehr, je länger Sie in der Immobilie wohnen bleiben, da sich die Anfangskosten (Grunderwerbsteuer, Notar) über mehr Jahre verteilen und Sie Eigenkapital aufbauen, statt Miete ohne Eigentumsanteil zu zahlen. Ziehen Sie möglicherweise innerhalb weniger Jahre beruflich um, ist Mieten unter Berücksichtigung der Transaktionskosten oft günstiger.

Mieten ist nicht „verschwendetes Geld“, wenn Sie die Differenz anlegen

Kostet Mieten weniger im Monat als Kaufen, kann das Anlegen dieser Differenz — etwa über einen ETF-Sparplan — genauso Vermögen aufbauen wie ein Immobilienkauf, ohne die Illiquidität und die Instandhaltungskosten von Wohneigentum. Die richtige Entscheidung hängt davon ab, beide Szenarien mit Ihren eigenen Zahlen tatsächlich durchzurechnen, statt pauschal anzunehmen, eine Option sei immer besser.

Häufig gestellte Fragen

Ist Kaufen in Deutschland immer besser als Mieten?
Nein. Es hängt davon ab, wie lange Sie bleiben, wie das lokale Preis-Miete-Verhältnis aussieht und ob Sie die Differenz tatsächlich anlegen würden, wenn Sie mieten. Beide Wege können Vermögen aufbauen.
Welche Anfangskosten hat ein Kauf, die Mieten nicht hat?
Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, gegebenenfalls Maklerprovision und Umzugskosten — oft 7-15% des Kaufpreises, bevor die erste Darlehensrate fällig wird.
Wie lange sollte ich vorhaben zu bleiben, damit sich ein Kauf lohnt?
Es gibt keine feste Regel, aber je länger Sie bleiben, desto mehr verteilen sich die Anfangskosten und werden durch aufgebautes Eigenkapital ausgeglichen — ein Umzug innerhalb weniger Jahre spricht meist für Mieten.
Ist Mieten wirklich „verschwendetes Geld“?
Nicht unbedingt — wenn Sie die monatliche Differenz zwischen Mieten und Kaufen anlegen (etwa über einen ETF-Sparplan), können Sie Vermögen aufbauen, ohne die Illiquidität, Grunderwerbsteuer und Instandhaltungskosten von Wohneigentum tragen zu müssen.

Informativer Inhalt, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie Beträge, Grenzwerte und aktuelle Bedingungen direkt bei offiziellen Quellen (BaFin, Deutsche Rentenversicherung, Bundesagentur für Arbeit), bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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