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💳 Kreditkarten

Kreditkarte, Debitkarte oder TWINT: was nutzen Sie wofür?

Die meisten Menschen in der Schweiz haben eine Debitkarte zum Lohnkonto und TWINT auf dem Handy, viele zusätzlich eine Kreditkarte. Die Frage ist, was man in welcher Situation nutzt. Debitkarte und TWINT sind einfach und Sie können nur Geld ausgeben, das Sie haben. Die Kreditkarte gibt zinsfreie Zeit, oft eine bessere Reisedeckung und stärkeren Konsumentenschutz — aber auch das Risiko, mehr auszugeben als klug ist. Hier gehen wir durch, wann welches Mittel passt.

Alltag im Inland

Für den Alltag funktionieren Debitkarte und TWINT gut: Das Geld geht sofort ab, Sie sehen den Saldo sinken, und es fällt leichter, den Überblick zu behalten. Wenn Sie wissen, dass eine Kreditkarte Sie zu mehr Ausgaben verleitet, ist die Debitkarte die sicherere Wahl. Die modernen Debitkarten (Debit Mastercard, Visa Debit) funktionieren auch online und im Ausland — die alten Maestro-/V-Pay-Karten nicht überall.

Sind Sie diszipliniert und begleichen die Kreditkarte jeden Monat vollständig, können Sie sie auch im Alltag nutzen und Punkte oder Cashback sammeln — der Nutzen ist aber klein, und das Risiko ist, dass ein Monat aus dem Ruder läuft. Richten Sie dann eine LSV-Ermächtigung für den vollen Betrag ein.

Reise und Online

Hier wiegt die Kreditkarte schwerer. Viele Kreditkarten enthalten eine Reiseversicherung, wenn Sie die Reise mit der Karte zahlen, und für einen Mietwagen oder ein Hotel wird die Kaution gegen die Kreditlinie und nicht gegen Ihr eigenes Geld auf dem Konto blockiert.

Beim Online-Kauf gibt eine Kreditzahlung eine zusätzliche Schutzebene: Liefert der Händler nicht oder geht er Konkurs, können Sie über Ihre Bank eine Rückbuchung beantragen. Achten Sie auf den Fremdwährungszuschlag — oft 1,5–2,5 % auf Käufe im Ausland und in vielen Online-Shops, auf Kredit- und Debitkarten. Manche Neobank- und Reisekarten verzichten darauf.

Die Falle vermeiden

Alle Vorteile der Kreditkarte setzen voraus, dass Sie den vollen Abrechnungsbetrag fristgerecht bezahlen. Sobald Sie einen Saldo stehen lassen, frisst der Zins — meist um die 12 % pro Jahr — den Wert von Punkten, Cashback und Versicherungen schnell mehrfach auf.

Eine einfache Regel: Debitkarte oder TWINT für den Alltag, Kreditkarte für Reise und Online-Käufe, bei denen der Schutz zählt, und nie einen Kreditkartensaldo von einem Monat auf den nächsten mitnehmen.

Häufig gestellte Fragen

Ist es sicherer, online mit Kreditkarte zu bezahlen?
Oft ja. Bei einer Kreditzahlung können Sie über Ihre Bank eine Rückbuchung beantragen, wenn der Händler nicht liefert oder Konkurs geht. Bei Debitkarte oder TWINT ist das Geld schon weg und eine Rückforderung kann schwieriger sein — Debit-Mastercard/Visa-Debit-Karten haben aber ebenfalls ein Rückbuchungsrecht.
Brauche ich überhaupt eine Kreditkarte?
Nein. Viele kommen mit einer modernen Debitkarte (funktioniert online und im Ausland) und TWINT gut aus. Eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr kann sich trotzdem für die Reiseversicherung, die Mietwagen-Kaution und den Online-Käuferschutz lohnen — solange Sie sie immer vollständig bezahlen.
Kann ich mit der Kreditkarte Bargeld beziehen?
Ja, aber vermeiden Sie es. Ein Bargeldbezug auf der Kreditkarte hat keine zinsfreie Zeit und meist eine Bezugsgebühr, der Zins läuft also sofort. Nutzen Sie für Bargeld die Debitkarte.

Informativer Inhalt, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie Beträge, Grenzwerte und aktuelle Bedingungen direkt bei offiziellen Quellen (FINMA, Ausgleichskasse, Eidgenössische Steuerverwaltung, RAV/SECO, esisuisse), bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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