Save Money to Invest
🕊️ Finanzplanung

Private Altersvorsorge: Pensionskasse, Zukunftsvorsorge und Wertpapierdepot

Ihre Altersvorsorge in Österreich hat drei Säulen: die gesetzliche Pension aus der Pensionsversicherung, die betriebliche Vorsorge über den Arbeitgeber und die private Vorsorge. Für die private Ebene gibt es mehrere Wege — die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge, eine fondsgebundene Lebensversicherung und ein normales Wertpapierdepot. Sie unterscheiden sich in Bindung, Förderung, Steuer und Flexibilität. Dieser Ratgeber hilft bei der Wahl.

Die betriebliche Vorsorge

Zwei Dinge laufen über den Arbeitgeber: die Abfertigung neu (seit 2003 zahlt der Arbeitgeber 1,53 % des Bruttolohns in eine betriebliche Vorsorgekasse, das Geld ist ab Pensionsantritt oder nach längerer Betriebszugehörigkeit verfügbar) und, wenn der Betrieb es anbietet, eine Pensionskasse oder betriebliche Kollektivversicherung mit Arbeitgeberbeiträgen.

Beiträge des Arbeitgebers in eine Pensionskasse sind für Sie steuer- und beitragsfrei — das ist praktisch geschenktes Geld. Prüfen Sie im Kollektivvertrag oder Dienstvertrag, ob Ihr Betrieb eine solche Zusage hat, und ob Sie mit eigenen Beiträgen aufstocken können.

Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge und Depot

Die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge (PZV) ist ein gefördertes Produkt: Der Staat legt eine jährliche Prämie auf Ihre Einzahlung (der Satz schwankt, zuletzt rund 4,25 %), und die Auszahlung als lebenslange Rente ist steuerfrei. Dafür ist das Geld mindestens zehn Jahre gebunden, es gibt eine Kapitalgarantie mit entsprechend vorsichtiger Veranlagung, und bei Einmalauszahlung entfällt die halbe Prämie und es fällt Steuer an.

Ein normales Wertpapierdepot ist nicht gefördert und nicht gebunden, dafür flexibel und mit breiter Fondsauswahl. Auf Gewinne fallen 27,5 % KESt an, die die inländische Bank abzieht. Für langfristiges Sparen, das auch vor der Pension zugänglich sein soll, ist ein günstiger ETF im Depot oft die einfachste Lösung.

Wie viel sollten Sie selbst sparen?

Die Grundlage sind die gesetzliche Pension und eine allfällige Pensionskassenzusage. Prüfen Sie Ihren Pensionskontoauszug im Portal der PVA — hatten Sie Zeiten ohne Pensionsbeiträge (Ausland, Selbständigkeit, lange Ausbildung), kann die eigene Ebene größer sein müssen.

Ein üblicher Ansatz ist, einige Prozent des Nettoeinkommens zusätzlich zur Pension in einen breiten, günstigen weltweiten ETF im Depot zu sparen, zusätzlich zum Notgroschen. Unser Altersvorsorge-Rechner zeigt, wie ein monatlicher Sparbetrag bis zum Pensionsantritt wächst.

Häufig gestellte Fragen

Zukunftsvorsorge oder Wertpapierdepot — was soll ich wählen?
Für flexibles, langfristiges Sparen, bei dem Sie die Anlagen selbst wählen und jederzeit rankommen wollen, ist ein günstiger ETF im Depot meist am einfachsten. Die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge ist ein Zusatz, wenn Sie die staatliche Prämie und eine steuerfreie lebenslange Rente wollen und die Bindung von mindestens zehn Jahren akzeptieren.
Was ist die Abfertigung neu?
Seit 2003 zahlt der Arbeitgeber 1,53 % des Bruttolohns in eine betriebliche Vorsorgekasse. Das Guthaben ist ab Pensionsantritt verfügbar, bei Beendigung des Dienstverhältnisses nach mindestens drei Einzahlungsjahren auch früher. Bei Auszahlung fällt eine begünstigte Steuer von 6 % an, bei Weiterveranlagung als Rente ist sie steuerfrei.
Bekomme ich noch eine Steuerbegünstigung für private Pensionsvorsorge?
Über die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge (staatliche Prämie) und über Beiträge des Arbeitgebers in eine Pensionskasse (steuer- und beitragsfrei). Ein allgemeiner Sonderausgabenabzug für private Pensionsversicherungen ist stark eingeschränkt.

Informativer Inhalt, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie Beträge, Grenzwerte und aktuelle Bedingungen direkt bei offiziellen Quellen (FMA, Pensionsversicherungsanstalt, Finanzamt, AMS, Einlagensicherung AUSTRIA), bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Weitere Artikel