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Sparbuch, Festgeld und Anleihenfonds im Vergleich

Wenn Sie einen sicheren Teil im Sparen wollen, gibt es mehr Möglichkeiten als das täglich verfügbare Sparkonto. Festgeld und Anleihenfonds bieten Zugang zum Zinsmarkt mit unterschiedlichem Grad an Verfügbarkeit und Risiko. Das ist nicht der Ort für hohe Renditehoffnungen, sondern für Stabilität und um den Aktienteil eines Depots auszugleichen. Wir vergleichen die Möglichkeiten an vier Punkten: Risiko, erwartete Rendite, wie schnell Sie an das Geld kommen und wie es besteuert wird.

Sparkonto: am einfachsten und flexibelsten

Ein täglich verfügbares Sparkonto mit Einlagensicherung ist die einfachste Möglichkeit: variabler Zinssatz, keine Bindung, Geld sofort verfügbar und bis 100.000 € pro Person und Institut geschützt. Die Zinsen unterliegen der KESt von 25 %, die die Bank automatisch abzieht.

Der Nachteil: Der Zinssatz schlägt die Inflation selten deutlich und kann jederzeit gesenkt werden. Für den Notgroschen und Geld, das Sie bald brauchen, ist es trotzdem meist die richtige Wahl.

Festgeld

Beim Festgeld legen Sie einen festen Betrag für eine feste Laufzeit an — von einem Monat bis zu mehreren Jahren — zu einem im Voraus vereinbarten Zinssatz. Längere Laufzeiten bringen meist mehr. Da der Zinssatz fest ist, haben Sie Sicherheit, kommen aber vor Ende der Laufzeit nicht ohne Weiteres an das Geld.

Eine übliche Taktik ist eine Festgeld-Leiter: Sie verteilen Ihr Geld auf mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten, sodass jedes Jahr ein Teil frei wird, den Sie zum dann geltenden Zinssatz neu anlegen können. Festgeld ist wie das Sparkonto von der Einlagensicherung gedeckt.

Anleihenfonds

Ein Anleihenfonds hält viele Zinspapiere — österreichische und andere Staatsanleihen, Unternehmensanleihen. Kurze Anleihenfonds schwanken sehr wenig und liegen im Risiko nahe am Festgeld; lange Anleihenfonds und Unternehmensanleihenfonds können an Wert verlieren, wenn die Marktzinsen steigen, bieten aber normalerweise eine höhere erwartete Rendite.

Anleihenfonds unterliegen wie Aktienfonds der KESt von 27,5 %, die die inländische Bank abzieht. Für den sicheren Teil des Vermögens nutzen viele in Österreich einfach Festgeld und Sparkonto, die staatlich bis zur Grenze garantiert sind.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Anleihenfonds an Wert verlieren?
Ja. Wenn die Marktzinsen steigen, fallen die Kurse bestehender Anleihen, und das zeigt sich im Fondswert — besonders bei Fonds mit langer Laufzeit. Kurze Anleihenfonds sind deutlich weniger betroffen. Historisch sind die Rückgänge klein gegenüber Aktienfonds, aber sie kommen vor.
Kann ich ein Festgeld vorzeitig auflösen?
Meist nur mit Kündigungsfrist und Zinsverlust, und manche Banken lehnen es ab. Gehen Sie davon aus, dass das Geld bis zum Laufzeitende gebunden ist, und halten Sie daneben einen täglich verfügbaren Puffer für Unvorhergesehenes.
Was ist am besten für den Notgroschen?
Ein täglich verfügbares Sparkonto mit Einlagensicherung, oder bei größeren Beträgen eine Mischung aus Sparkonto und kurzem Festgeld. Der Notgroschen soll sicher und greifbar sein, nicht die Rendite maximieren.

Informativer Inhalt, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie Beträge, Grenzwerte und aktuelle Bedingungen direkt bei offiziellen Quellen (FMA, Pensionsversicherungsanstalt, Finanzamt, AMS, Einlagensicherung AUSTRIA), bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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