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💳 Kreditkarten

Kreditkarte oder Bankomatkarte: was sollen Sie nutzen?

Die meisten in Österreich haben eine Bankomatkarte (Debitkarte) zum Girokonto und vielleicht zusätzlich eine Kreditkarte. Die Frage ist, welche Sie in welcher Situation zücken. Die Bankomatkarte ist einfach und sorgt dafür, dass Sie nur Geld ausgeben, das Sie haben. Die Kreditkarte gibt einen kurzen zinsfreien Kredit, oft bessere Versicherungen und stärkeren Konsumentenschutz — aber auch das Risiko, mehr auszugeben, als Sie sollten. Hier gehen wir durch, wann welche Karte die richtige Wahl ist.

Im Alltag

Für Alltagskäufe funktioniert die Bankomatkarte bestens: Das Geld wird sofort abgebucht, Sie sehen den Kontostand sinken, und es fällt schwerer, den Überblick zu verlieren. Wenn eine Kreditkarte Sie zu mehr Konsum verleitet, ist die Bankomatkarte die sicherere Wahl. Beachten Sie, dass ältere Bankomatkarten (Maestro/V PAY) online und im Ausland nicht überall funktionieren — eine Debit-Mastercard oder Visa Debit schon.

Sind Sie diszipliniert und zahlen die Kreditkartenabrechnung jeden Monat voll, können Sie die Kreditkarte auch im Alltag nutzen und Bonuspunkte sammeln — der Vorteil ist aber klein und das Risiko, dass ein Monat entgleist. Richten Sie dann eine automatische Zahlung des vollen Betrags ein.

Auf Reisen und beim Onlinehandel

Hier wiegt die Kreditkarte schwerer. Viele Kreditkarten haben eine eingebaute Reiseversicherung, wenn Sie die Reise mit der Karte zahlen, und bei Mietwagen oder Hotel wird eine Kaution gegen den Kreditrahmen gesperrt statt gegen Ihr Geld auf dem Girokonto.

Beim Onlinehandel gibt ein Kreditkauf einen zusätzlichen Schutz: Liefert der Verkäufer nicht, wird insolvent oder ist die Ware mangelhaft, können Sie eine Rückbuchung über die Bank verlangen. Prüfen Sie aber das Entgelt für Fremdwährungsumrechnung, wenn Sie in fremder Währung einkaufen — es unterscheidet sich je nach Karte.

Die Falle vermeiden

Alle Vorteile der Kreditkarte setzen voraus, dass Sie die Abrechnung rechtzeitig voll zahlen. Sobald Sie in die Teilzahlung gehen, frisst der Zins — oft 12 bis 20 % pro Jahr — den Wert von Bonuspunkten und Versicherungen schnell um ein Vielfaches auf.

Eine einfache Regel: Kreditkarte für Reise und Onlinehandel, Bankomatkarte für den Alltag, und nie eine Kreditkartenschuld, die von Monat zu Monat stehen bleibt.

Häufig gestellte Fragen

Ist es sicherer, online mit Kreditkarte zu bezahlen?
Oft ja. Bei einem Kreditkauf können Sie eine Rückbuchung über die Bank verlangen, wenn der Verkäufer nicht liefert oder insolvent wird. Bei der Bankomatkarte ist das Geld schon weg vom Konto, und ein Streit wird schwieriger — Debit-Mastercard und Visa Debit haben aber ebenfalls Rückbuchungsrechte.
Brauche ich überhaupt eine Kreditkarte?
Nein, mit einer Debit-Mastercard oder Visa Debit, die online und im Ausland funktioniert, kommt man aus. Eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr kann sich trotzdem für die Reiseversicherung, die Mietwagenkaution und den Kaufschutz beim Onlinehandel lohnen — solange Sie immer voll zahlen.
Kann ich mit einer Kreditkarte Bargeld beheben?
Ja, aber vermeiden Sie es. Eine Bargeldbehebung mit der Kreditkarte hat meist keine zinsfreie Zeit und ein eigenes Behebungsentgelt, sodass die Zinsen sofort laufen. Nutzen Sie die Bankomatkarte für Bargeld.

Informativer Inhalt, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie Beträge, Grenzwerte und aktuelle Bedingungen direkt bei offiziellen Quellen (FMA, Pensionsversicherungsanstalt, Finanzamt, AMS, Einlagensicherung AUSTRIA), bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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