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Sparkonto, Kassenobligationen und Obligationenfonds im Vergleich

Wenn Sie einen sicheren Teil in Ihrem Ersparten wollen, gibt es mehr Möglichkeiten als das Sparkonto. Kassenobligationen und Obligationenfonds geben Zugang zu festverzinslichen Anlagen mit unterschiedlichem Grad an Verfügbarkeit und Risiko. Hier geht es nicht um grosse Renditehoffnungen, sondern um Stabilität und um das Ausbalancieren des wachstumsorientierten Teils eines Portfolios. Wir vergleichen die Optionen an vier Punkten: Risiko, erwartete Rendite, wie schnell Sie an das Geld kommen und wie es besteuert wird.

Sparkonto: am einfachsten und flexibelsten

Ein Sparkonto mit Einlagensicherung esisuisse ist die einfachste Option: variabler Zins, keine feste Laufzeit, Geld je nach Konto rasch verfügbar und bis 100'000 CHF pro Kundin oder Kunde und Bank gesichert. Der Zinsertrag ist als Einkommen steuerbar, ab 200 CHF pro Jahr zieht die Bank die Verrechnungssteuer ab.

Der Nachteil jedes Sparkontos ist, dass der Zins jederzeit gesenkt werden kann und die Teuerung selten deutlich geschlagen wird. Für den Notgroschen und Geld, das Sie bald brauchen, ist es trotzdem meist die richtige Wahl.

Kassenobligationen

Eine Kassenobligation ist eine mittelfristige Schuldverschreibung einer Bank mit fester Laufzeit (meist zwei bis acht Jahre) und festem Zins, der bei der Zeichnung vereinbart wird. Längere Laufzeiten zahlen meist mehr. Weil der Zins fest ist, haben Sie Planungssicherheit, kommen aber vor Ablauf nur schwer an das Geld — ein vorzeitiger Verkauf ist oft nicht oder nur mit Abschlag möglich.

Kassenobligationen sind über esisuisse im gleichen Rahmen wie andere Einlagen bei derselben Bank gesichert (zusammen bis 100'000 CHF pro Kundin oder Kunde). Der Zinsertrag ist steuerbar, die Verrechnungssteuer wird abgezogen. Eine gängige Taktik ist eine Staffelung über mehrere Laufzeiten, damit regelmässig ein Teil frei wird.

Obligationenfonds

Ein Obligationenfonds hält viele festverzinsliche Papiere — Eidgenossen (Bundesobligationen), Kantons- und Unternehmensanleihen, teils ausländische Titel. Fonds mit kurzer Duration bewegen sich wenig und liegen im Risiko nahe bei einer Kassenobligation; Fonds mit langer Duration können an Wert verlieren, wenn die Zinsen steigen, bieten dafür meist eine höhere erwartete Rendite.

Für den sicheren Teil eines Portfolios nutzen viele in der Schweiz einfach Sparkonto und Kassenobligationen, die einfacher und bis zur Grenze über esisuisse gesichert sind. Ein Obligationenfonds lohnt sich vor allem für grössere Beträge und einen mittleren Zeithorizont.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Obligationenfonds an Wert verlieren?
Ja. Wenn die Zinsen steigen, sinken die Kurse bestehender Obligationen, und das zeigt sich im Fondswert — besonders bei langer Duration. Fonds mit kurzer Duration sind viel weniger betroffen. Historisch sind die Rückgänge klein im Vergleich zu Aktienfonds, aber sie kommen vor.
Kann ich eine Kassenobligation vorzeitig kündigen?
In der Regel nicht. Sie ist bis zum Laufzeitende gebunden. Manche Banken nehmen sie vorzeitig zurück oder Sie können sie am Sekundärmarkt verkaufen, meist mit Abschlag. Planen Sie das Geld als für die volle Laufzeit gebunden ein und halten Sie separat einen verfügbaren Puffer.
Was ist am besten für den Notgroschen?
Ein Sparkonto mit Einlagensicherung esisuisse, bei dem das Geld rasch verfügbar ist. Für einen grösseren Notgroschen kann eine Mischung aus Sparkonto und kurzen Kassenobligationen passen. Der Notgroschen muss sicher und greifbar sein, nicht die Rendite maximieren.

Informativer Inhalt, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie Beträge, Grenzwerte und aktuelle Bedingungen direkt bei offiziellen Quellen (FINMA, Ausgleichskasse, Eidgenössische Steuerverwaltung, RAV/SECO, esisuisse), bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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