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Was ist ein Sparkonto und wie viel bringt es?

Ein Sparkonto ist die einfachste Sparform in der Schweiz: Sie zahlen Geld ein, die Bank zahlt Zinsen, und Sie können das Geld beziehen, wenn Sie es brauchen — bei vielen Konten mit einer Kündigungsfrist oder einem monatlichen Bezugslimit. Der Zinssatz ist variabel, die Bank kann ihn also jederzeit anpassen; meist folgt er dem Leitzins der Schweizerischen Nationalbank mit etwas Verzögerung. Der Wert eines Sparkontos liegt in der Sicherheit und der Verfügbarkeit, nicht in der Rendite: Hier gehört der Notgroschen hin und Geld, das Sie kurzfristig brauchen könnten. In diesem Ratgeber geht es darum, wie die Zinsen berechnet und besteuert werden, was die Einlagensicherung abdeckt und wann es Zeit ist, das Geld anders anzulegen.

So funktionieren die Zinsen auf dem Sparkonto

Der Zinssatz wird immer pro Jahr angegeben, läuft aber täglich auf Ihrem Guthaben auf und wird meist einmal jährlich gutgeschrieben. Bei 20'000 CHF auf einem Konto mit 1 % Jahreszins erhalten Sie über ein Jahr rund 200 CHF Zinsen vor Steuern, wenn Zinssatz und Guthaben gleich bleiben. Da der Zinssatz variabel ist, kann er im Jahresverlauf steigen oder sinken — vergleichen Sie deshalb immer den aktuellen Satz, nicht eine alte Zahl aus einer Werbung.

Viele Sparkonten haben Einschränkungen, die Sie kennen sollten: eine Kündigungsfrist (etwa drei oder sechs Monate) für grössere Bezüge, ein gebührenfreies Bezugslimit pro Jahr, oder einen höheren Zins nur bis zu einem bestimmten Betrag. Jugend- und Vorsorgekonten bringen oft mehr Zins. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie Geld umschichten.

Verrechnungssteuer und Einlagensicherung

Auf Zinserträge über 200 CHF pro Jahr und Bank zieht die Bank die Verrechnungssteuer von 35 % ab und überweist sie der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Das ist kein endgültiger Verlust: Wenn Sie die Zinsen und das Guthaben in Ihrer Steuererklärung korrekt deklarieren, erhalten Sie die 35 % vollständig zurück — entweder als Verrechnung mit der Steuerrechnung oder als Rückerstattung. Wer die Zinsen nicht deklariert, verliert die Verrechnungssteuer.

Guthaben bei einer Bank, die dem System esisuisse angehört, sind bis 100'000 CHF pro Kundin oder Kunde und Bank privilegiert und im Konkursfall gesichert. Fast alle Banken in der Schweiz sind dabei. Kantonalbanken haben je nach Kanton zusätzlich eine Staatsgarantie. Halten Sie mehr als 100'000 CHF, können Sie das Geld auf mehrere Banken verteilen.

Wann reicht das Sparkonto und wann nicht?

Das Sparkonto ist der richtige Ort für den Notgroschen, für Geld für eine Reise nächstes Jahr und für Eigenmittel, die Sie bald für einen Wohnungskauf brauchen. Es geht darum, dass der Betrag sicher und greifbar ist, nicht darum, dass er maximal wächst.

Für Geld, das Sie fünf Jahre oder länger nicht anrühren, frisst die Teuerung einen Teil des realen Werts eines Sparkontos. Dann sind breit gestreute, günstige Indexfonds (ETFs) in einem Wertschriftendepot oder eine wertschriftenbasierte Säule-3a-Lösung eine übliche Alternative — mit dem Kursrisiko, das dazugehört. Ein gängiges Modell: den Notgroschen auf dem Sparkonto, das langfristige Sparen in Fonds.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Zins bringt ein Sparkonto in der Schweiz derzeit?
Das ändert sich mit dem Leitzins der Schweizerischen Nationalbank und ist von Bank zu Bank verschieden. Neobanken und Vorsorge- oder Jugendkonten bringen oft mehr als ein Standard-Sparkonto einer Grossbank. Vergleichen Sie immer den aktuellen Satz und die Bezugsbedingungen.
Bekomme ich die Verrechnungssteuer auf Sparzinsen zurück?
Ja, vollständig — wenn Sie die Zinsen und das Guthaben in der Steuererklärung deklarieren. Die 35 % werden mit Ihrer Steuerrechnung verrechnet oder zurückerstattet. Deklarieren Sie die Zinsen nicht, ist die Verrechnungssteuer verloren.
Ist das Geld auf dem Sparkonto geschützt?
Bis 100'000 CHF pro Kundin oder Kunde und Bank über die Einlagensicherung esisuisse, wenn die Bank zahlungsunfähig wird. Kantonalbanken haben je nach Kanton zusätzlich eine Staatsgarantie. Wertschriften und Fonds fallen nicht darunter, sind aber als Sondervermögen getrennt vom Bankvermögen.

Informativer Inhalt, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie Beträge, Grenzwerte und aktuelle Bedingungen direkt bei offiziellen Quellen (FINMA, Ausgleichskasse, Eidgenössische Steuerverwaltung, RAV/SECO, esisuisse), bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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