Save Money to Invest
🏦 Banken

Kantonalbank, Grossbank oder Neobank: was passt zu Ihnen?

Der Schweizer Bankenmarkt hat mehrere Ebenen: die Grossbank UBS, die Kantonalbanken (je eine pro Kanton, viele mit Staatsgarantie), Raiffeisen-Banken, PostFinance, Regionalbanken sowie eine wachsende Zahl von Neobanken. Die Wahl ist selten alles oder nichts — viele führen ihr Alltagskonto bei der einen Bank und legen das Sparen oder Anlegen dort an, wo die Konditionen besser sind. Dieser Ratgeber vergleicht die Optionen an dem, was meist zählt: Gebühren, Zinsen, Hypothek, Service und Sicherheit.

Gebühren und Zinsen

Schweizer Banken verlangen häufig eine Kontoführungsgebühr (oft 2–5 CHF pro Monat) plus Gebühren für Debit- und Kreditkarten. Neobanken bieten das Privatkonto und eine Debitkarte meist gratis und verlangen weniger für Zahlungen im Ausland und Fremdwährungen. Über ein Jahr summiert sich das auf 100 CHF oder mehr.

Bei den Sparzinsen zahlen kleinere Banken, Raiffeisen und Neobanken oft mehr als das Standard-Sparkonto einer grossen Bank. Rechnen Sie mit Ihren tatsächlichen Zahlungsgewohnheiten und Guthaben, nicht mit dem Werbeslogan.

Hypothek, Service und Beratung

Bei Hypotheken konkurrieren Kantonalbanken, Grossbank, Raiffeisen, Versicherungen und Pensionskassen um Ihr Geschäft, mit teils deutlichen Zinsunterschieden. Ein unabhängiger Hypothekarvermittler oder ein Online-Vergleich kann für Sie über mehrere Anbieter vergleichen. Achten Sie neben dem Zins auf die Tragbarkeitsrechnung, die Amortisationsbedingungen und darauf, ob ein Rabatt an weitere Produkte gekoppelt ist.

Wollen Sie eine Filiale, Hilfe beim Geschäftskonto oder eine persönliche Anlageberatung, haben Kantonalbanken, Raiffeisen und die Grossbank das breiteste Netz. Sind Sie mit einer App und Telefon-Support zufrieden, haben Neobanken meist das bessere Alltagspreisschild.

Sicherheit: esisuisse und Staatsgarantie

Alle in der Schweiz zugelassenen Banken — gross, klein, Neobank — sind über esisuisse bis 100'000 CHF pro Kundin oder Kunde und Bank gesichert. Für Beträge innerhalb dieser Grenze ist die Grösse der Bank kein Sicherheitsargument.

Darüber hinaus haben 21 der 24 Kantonalbanken eine kantonale Staatsgarantie — in den meisten Kantonen unbegrenzt. Wer sehr grosse Beträge auf Konten hält, hat dort eine zusätzliche Absicherung. Neobanken kooperieren teils mit einer Partnerbank; prüfen Sie, welche Bank Ihre Einlagen hält und ob sie esisuisse-Mitglied ist.

Häufig gestellte Fragen

Ist mein Geld bei einer Neobank so sicher wie bei einer Grossbank?
Für Beträge bis 100'000 CHF pro Kundin oder Kunde und Bank ja — über esisuisse, sofern die Bank (oder die Partnerbank, die das Geld hält) FINMA-zugelassen und esisuisse-Mitglied ist. Prüfen Sie das vor der Kontoeröffnung.
Lohnt sich der Wechsel für einen höheren Sparzins?
Oft ja, besonders bei einem grösseren Guthaben. Sie können ein Sparkonto bei einer zweiten Bank eröffnen und das Alltagskonto behalten. Wägen Sie den Zinsunterschied nach Steuern gegen den Aufwand und allfällige Gebühren ab.
Kann ich Hypothek und Sparkonto bei verschiedenen Banken haben?
Ja. Viele machen das, um jeweils die besten Konditionen zu nutzen. Beachten Sie, dass manche Zinsrabatte bei der Hypothek an das Führen des Lohnkontos oder weiterer Produkte bei derselben Bank gekoppelt sind — lesen Sie die Bedingungen.

Informativer Inhalt, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie Beträge, Grenzwerte und aktuelle Bedingungen direkt bei offiziellen Quellen (FINMA, Ausgleichskasse, Eidgenössische Steuerverwaltung, RAV/SECO, esisuisse), bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Weitere Artikel