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Wie wählt man sein erstes Privatkonto?

Ihr Privatkonto (Lohnkonto) ist der Ort, an dem der Lohn eingeht und von dem die meisten Zahlungen abgehen. Damit verdienen Sie selten Geld, aber die falsche Wahl kostet Sie unnötige Gebühren und Aufwand. Für eine junge Person oder beim Bankwechsel läuft die Wahl auf ein paar Dinge hinaus: dass Konto und Karte gratis oder günstig sind, dass die App funktioniert, dass Daueraufträge, Lastschriften und TWINT unterstützt werden und dass sich ein Sparkonto einfach anbinden lässt. Dieser Ratgeber geht durch, worauf Sie achten sollten.

Gebühren, auf die Sie achten sollten

Viele Schweizer Banken verlangen eine monatliche Kontoführungsgebühr, eine Jahresgebühr für die Debitkarte und Entgelte für Papierbelege, Kartenersatz und Bargeldbezüge an fremden Bancomaten. Zahlungen und Kartenkäufe in Fremdwährung kosten oft einen Zuschlag von 1,5–2,5 %. Rechnen Sie diese Posten für Ihre tatsächliche Nutzung zusammen.

Für Studierende, Lernende und junge Erwachsene bieten fast alle Banken Konten, bei denen die Grundgebühren erlassen sind. Neobanken bieten das Privatkonto und eine Debitkarte häufig komplett gratis. Der Werbepreis sagt weniger als die Summe Ihrer eigenen Gebühren.

Funktionen, die Sie von Anfang an wollen

Eine gute App mit klarer Übersicht, eine Debitkarte (Maestro/V Pay wird durch Debit Mastercard/Visa Debit abgelöst — Letztere funktionieren auch online und im Ausland), Daueraufträge und Lastschriften (LSV/eBill) sowie TWINT sind faktisch Standard. Prüfen Sie, ob Apple Pay oder Google Pay unterstützt wird und ob dafür eine Gebühr anfällt.

Prüfen Sie ausserdem, ob Sie im selben E-Banking gratis ein Sparkonto eröffnen und sofort zwischen Privat- und Sparkonto umbuchen können. Den Notgroschen einen Klick entfernt, aber getrennt vom Alltagsgeld zu haben, macht das Sparen leichter.

Der Bankwechsel ist unkompliziert

Für den Wechsel eröffnen Sie zuerst das neue Konto, dann übertragen Sie Daueraufträge und LSV/eBill-Beziehungen. Viele Banken bieten dafür einen Umzugsservice oder eine Checkliste. Lassen Sie beide Konten eine Weile offen, bis alles umgestellt ist.

Teilen Sie Ihrem Arbeitgeber die neue IBAN für den Lohn mit, informieren Sie die Ausgleichskasse und die Pensionskasse bei Bedarf, und gehen Sie durch, welche Dienste (Streaming, Versicherungen, Krankenkasse, Strom) automatisch Geld beziehen, damit beim Wechsel nichts liegen bleibt.

Häufig gestellte Fragen

Kostet ein Privatkonto in der Schweiz etwas?
Bei traditionellen Banken meist ja — eine monatliche Kontoführungsgebühr plus Kartengebühren, zusammen oft 60–120 CHF pro Jahr. Studierende, Lernende und junge Erwachsene haben oft alles erlassen; Neobanken bieten Konto und Debitkarte häufig gratis.
Brauche ich Privat- und Sparkonto bei derselben Bank?
Nein, aber es ist praktisch. Umbuchungen zwischen eigenen Konten bei derselben Bank sind sofort und gratis. Wollen Sie einen höheren Sparzins, können Sie das Sparkonto bei einer anderen Bank halten — die Überweisung dauert dann meist einen Bankwerktag.
Was ist TWINT und brauche ich es?
TWINT ist die verbreitete Schweizer Bezahl-App, mit der Sie über die Handynummer Geld an Privatpersonen senden und im Laden, online und an Automaten zahlen. Fast alle Banken bieten sie an, meist gratis. Für den Alltag in der Schweiz ist sie sehr nützlich, aber nicht zwingend.

Informativer Inhalt, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Prüfen Sie Beträge, Grenzwerte und aktuelle Bedingungen direkt bei offiziellen Quellen (FINMA, Ausgleichskasse, Eidgenössische Steuerverwaltung, RAV/SECO, esisuisse), bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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